Kardiovaskuläre Bildgebung

Die kardiovaskuläre Bildgebung entwickelt sich aufgrund von klinischen und technischen Innovationen rasant. Sie ermöglicht eine genaue Diagnose und Charakterisierung von Erkrankungen des Herz-Gefässsystems. Neben der zuverlässigen und hochauflösenden Darstellung der Anatomie erlauben uns moderne nicht-invasive Schnittbildmethoden, mittels CT und MRI auch die Funktion und die Mikrostruktur von Gewebe zu charakterisieren. Dadurch lässt sich in vielen Fällen eine invasive Diagnostik oder Gewebeentnahme verhindern. Wir können notwendige Therapien, Interventionen und Operationen zuverlässig planen und anschliessend das Resultat kontrollieren.

Wir arbeiten deswegen eng mit der Kardiologie, Angiologie, sowie der Herz- und Gefässchirurgie zusammen. Die interdisziplinäre Planung, Durchführung und Besprechung von Untersuchungen erlaubt uns, die optimale Diagnose und Therapieentscheidung für unsere Patientinnen und Patienten zu finden. Komplexe Fragestellungen und individuelle Therapiekonzepte werden in strukturierten, interdisziplinären Konferenzen durch ein Expertenteam besprochen und beantwortet. Dies erfolgt beispielsweise im Rahmen der Herzteam-Konferenz, der Aortenkonferenz oder der Angiodysplasiesprechstunde.

Unser digitales Bildlabor arbeitet mit spezialisiertem Personal und modernster Software zur Nachbearbeitung von CT- und MRI-Untersuchungen, wie beispielsweise funktionellen Auswertungen, anatomischen Messungen sowie 3-D-Darstellungen.

Um diese Innovationskraft in Bern auch in Zukunft zu erhalten, arbeiten wir im Rahmen von nationalen und internationalen Forschungskooperationen an Fragestellungen im Bereich der Grundlagenforschung, sowie an der Translation neuer Erkenntnisse in die klinische Routine. Auch im Bereich der Forschung und Entwicklung bauen wir deshalb auf enge Kooperationen, unter anderem mit Instituten wie ARTORG Center, DBMR, CTU IDCL und SITEM. Am TIC (Translational Imaging Center) im SITEM betreiben wir neben einem modernsten 3 Tesla MRI auch ein 7 Tesla MRI für Forschungszwecke – eine Technologie, welche als klinisch zertifiziertes Gerät nur an ganz wenigen Orten in Europa zur Verfügung steht.

Beispiele für eine Diagnostik des Herz- / Gefässsystems:

  • Koronar-CT zum Ausschluss einer Koronaren Herzkrankheit bei atypischen Brust-schmerzen und zur Stratifizierung des kardiovaskulären Risikoprofils
  • 4D-Herzklappen-CT zur Charakterisierung und Therapieplanung bei Herklappenerkrankungen sowie bei Endokarditis
  • Kardio-CT zum Ausschluss von Thromben und zur Darstellung der Pulmonalvenenanatomie vor rhythmologischen Eingriffen
  • Kardiopulmonales-CT in Zusammenarbeit mit der Thoraxradiologie bei pulmonalen Fisteln, pulmonaler Hypertonie, Lungenembolie und Tumoren.  Kardio-MRI zur Diagnostik von Herzmuskelerkrankungen, Myokarditis, kardialen Durchblutungsstörungen (Ischämie) und zur Darstellung von Narben (Viabilität, Planung von rhythmologischen Eingriffen).
  • Vaskuläres CT zur Charakterisierung, Monitoring und Therapieplanung bei Gefäss-Aneurysmen und Stenosen
  • Vaskuläres MRI zum Monitoring von Aneursymen, Gefässentzündungen und zu Phänotypisierung von Angiodysplasien.
  • Funktionelles 4D-MRI zur Analyse des Aortenblutflussprofils und der Aortenwandelastizität.
  • Kontrastmittelfreies MRI zur Darstellung der Gefässe bei Kontrastmittelunverträglichkeiten.