Harnblasenuntersuchung MCUG

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Was ist ein MCUG (Harnblasenuntersuchung)?
Diese Kontrastmittel-Untersuchung zeigt die Harnblase sowie die Harnröhre während der Entleerung der Harnblase.  Sie gibt Aufschluss über einen möglichen Rückfluss von Kontrastmittel bzw.Urin von der Blase zurück in die Nieren.
MCUG heisst ausgeschrieben Miktionszystourethrographie, ein kompliziertes Wort - auch für Mediziner. Es bedeutet wörtlich "Darstellung von Harnblase und Harnröhre während der Entleerung".

Worum geht es bei der Untersuchung?
Normalerweise verhindert ein Verschlussmechanismus, dass der Urin von der Blase wieder zurück zu den Nieren fliessen kann - und auf diesem Weg eventuell Bakterien mit dorthin transportiert. Bei dieser Untersuchung geht darum, zu überprüfen, ob dieser Verschluss dicht schliesst.

Was wird gemacht?
Die Untersuchung wird in unserem Durchleuchtungsraum durchgeführt. Ihr Kind liegt während der Untersuchung auf dem Röntgentisch. Auf dem Bildschirm können Sie und Ihr Kind die Untersuchung mitverfolgen, welche in Speicherbildern festgehalten wird. Die Röntgendosis ist dabei an den kindlichen Organismus angepasst und sehr gering.
Zunächst wird ein Arzt oder eine Ärztin die Blase katheterisieren, d.h. einen sehr feinen Kunststoffschlauch durch die Harnröhre einführen. Am Katheter befindet sich etwas Gel, das die Harnröhre unempfindlicher machen soll.
Für Mädchen ist dies etwas unangenehm, jedoch nicht schmerzhaft. Für Knaben kann das Einführen des Katheters für einen ganz kurzen Moment etwas unangenehmer oder leicht schmerzhaft sein. Insbesondre mögen es die Kinder natürlich nicht gerne, wenn man sie dazu festhalten muss.
Nun wird die Blase mit Kontrastmittel gefüllt. Wenn Ihr Kind Harndrang verspürt, wird es wahrscheinklich unruhig. Dann wird der Katheter wieder entfernt (das ist nicht schmerzhaft). Die Entleerung der Blase erfolgt danach entweder auf dem Topf sitzend oder bei Knaben auch stehend in eine Urinflasche unter Durchleuchtungskontrolle (Kleinkinder entleeren liegend, reflexartig, in Zellstoff).

Wie lange dauert diese Untersuchung?
Die Untersuchungsdauer beträgt etwa 30 bis 60 Minuten.
Selbstverständlich können Sie während der ganzen Untersuchung bei Ihrem Kind bleiben (ausgenommen schwangere Frauen während der Durchleuchtungsphase).

Gibt es Alternativen zu dieser Untersuchung?
Alternativ kann die Untersuchung unter bestimmten Voraussetzungen auch unter Ultraschallkontrolle durchgeführt werden. Dies ist dann ohne Röntgenstrahlung, jedoch bleibt der eigentliche unanangenehme Teil der Untersuchung, das Einlegen des Katheters und der Harndrang vor der Blasenentleerung, unverändert.

Wie bereite ich mein Kind vor?
Eine besondere Vorbereitung ist nicht nötig. Ihr Kind sollte allerdings die Blase nicht unmittelbar vor der Untersuchung entleeren, damit, falls nötig, noch Urin für das Labor gewonnen werden kann.
Ein ruhiges Kind vereinfacht die Untersuchung sehr, so dass ein mitgebrachter Nuggi oder ein Schoppen wie auch persönliches Spielzeug oder ein Lieblingsbuch zum Vorlesen während der Untersuchung hilfreich sein kann.


Erklären Sie Ihrem Kind soviel über die bevorstehende Untersuchung, wie es Ihrer Meinung nach verstehen kann.

Die für die Untersuchung erforderliche Dosis an Röntgenstrahlen ist für die Gesundheit Ihres Kindes nicht schädlich.

Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Kind sich gegen diese Untersuchung so wehren könnte, dass es unmöglich wird, sie durchzuführen, dann sprechen Sie mit Ihrem zuweisenden Arzt oder uns über die Möglichkeiten eines Beruhigungsmittels (=Sedation). Dies bedeutet gleichzeitig aber auch, dass Sie mehr Zeit für die Untersuchung einberechnen müssen (Vorbereitung und Aufwachphase) und eventuell eine zweite  Begleitperson benötigen.

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